Kaum ein Tier kommt uns Menschen regelmäßig so nah wie die Mücke. Sie ist allgegenwärtig und das fast überall auf der Welt. Vor allem im Raum Poggenhagen bietet ihr die Moorlandschaft außerordentlich gute Lebensbedingungen. Der Mensch, der eigentlich keine Feinde hat, dient ihr als Nahrungsquelle. Die Mücke, die als Larve im Wasser lebt, verlässt dieses nach einer 5-fachen Metamorphose. Nun riecht und ortet sie die Position des Menschen, denn für die Entwicklung der Eier braucht sie Blut. Als Gegenleistung gibt sie uns ihren Speichel. Eine Welt des Gebens und Nehmens, der Abwehr und des Angriffs und ein Eintauchen in Düfte.
Vielleicht werden wir bald das Stechen einer Mücke als liebevollen Kuss begreifen?
Aufgrund des ortsspezifischen Charakters und der Entwicklung einer Arbeit zu Bienen haben wir Anna von Siebenthal eingeladen, anlässlich der IntraRegionale 2026 einen Monat bei uns auf dem Kulturgut Poggenhagen zu residieren. Sie plant, sich mit Mücken zu beschäftigen und ortsspezifische großformatige Installationen im Park des Kulturguts Poggenhagen anzufertigen.
In einer Residenz in Paris hat sie die Künstlerin Finnja Giesberts aus Dortmund kennengelernt, Teile der Arbeit werden gemeinsam mit ihr entwickelt.









