artlabs XXS

Projektbericht als PDF

Kunstlabor, Inspirationsquelle, Schlafstätte, Skulptur sollen sie sein – ganz klein vor allem und mit der Landschaft verwoben. Hier sollen Künstler und Künstlerinnen leben können, inspiriert werden, Kunst schaffen. Im Idealfall entstehen Orte, die das befördern, was für die Arbeit des KulturGutes ganz obenan steht: Kunst im Zusammenhang mit dem Ort zu denken, den Schaffensprozess nicht in einem fernen Atelier stattfinden zu lassen, sondern die Kunstschaffenden einzuladen zu einem Entstehungsprozess direkt vor Ort.

Zur Ausstellungseröffnung des Projektes “artlabs XXS” am Sonntag, 31.7.2011 kamen mehr als 300 Besucherinnen und Besucher zum KulturGut. Bis zum 4. September waren alle Kunst- und Architekturfreunde herzlich eingeladen sich die Ausstellung zum Wettbewerb und die beeindruckenden 1:1-Modelle der Wettbewerbsgewinner vor Ort anzuschauen. Und wenn Sie auf einen Spaziergang hier vorbeikommen, werden Sie sehen: Die Modelle stehen immer noch!

Landschaft spüren
Sprungbretter zum Verlassen der eingefahrenen Denkwege sollen die 10 bis 20 qm großen Künstlerresidenzen sein, Rückzugsorte, klein und trotzdem nutzbar zum Schlafen, Arbeiten, Leben in der Landschaft.

Die artlabs sollen die Kraft des Ortes bündeln, sich auf ihre Umgebung einlassen. Die Grenzen zwischen Skulptur und Architektur zerfließen dabei. Es geht nicht nur um ein visuelles Objekt, sondern um einen erfahrbaren und nutzbaren Raum. Die Wahrnehmung der skulpturalen Form in ihrem Umfeld ist ebenso wichtig wie das Erleben des Raums und seiner Bezüge zur Umgebung aus der Perspektive der Benutzer.

Der Wettbewerb
Die Herausforderung, ein solches artlab zu bauen, haben im Rahmen eines Wettbewerbes 133 Architekten und Künstler angenommen. Sie schlugen für die drei vorgesehenen Standorte – Waldrand, Wald und See – ein breites Spektrum von Ideen für Künstlerbehausungen vor. Eine Jury wählte 2 Arbeiten je Standort aus, in der 2. Wettbewerbsstufe arbeiteten die Verfasser die Pläne weiter aus. Die drei besten Arbeiten stehen jetzt als 1:1-Modelle am jeweiligen Standort.

Die Ausstellung
Die Vielfalt und Qualität der Ergebnisse des Wettbewerbs arlabsXXS sollten während der Ausstellung präsentiert werden. Dabei ging es nicht nur um Kunst und Architektur. Die Ausstellung sollte auch eine Einladung sein, eigene Träume zu spinnen. Wer kennt nicht den Traum vom eigenen Baumhaus?

Folgende 6 Arbeiten wurden für die 2. Wettbewerbsstufe, 3 davon für die Realisation als 1:1-Modell ausgewählt:

“Bovista” von Claas H. Bläubaum. Realisation am Standort “Waldrand”.
“Sphinx” von Thomas Müller. 2. Sieger Standort “Waldrand”.
Y Stufe 1 “Y” von Klemens Grund und Elmar Heimbach. Realisation am Standort “See”.
“Labor” von Erhard Schütz. 2. Sieger Standort “See”.
“Kosmos XXS” von Philipp Hoppe. Realisation am Standort “Wald”.
“Holz zu Holz” von Manuel González Cardero. 2. Sieger Standort “Wald”.

download Materialien: Wettbewerbsausschreibung als PDF

download Materialien: Bilder und Karten vom Projektort